In der schwindelerregenden Höhe eines New Yorker Wolkenkratzers entstand 1932 eines der ikonischsten Bilder des 20. Jahrhunderts: Elf Eisenarbeiter sitzen auf einem Stahlträger und machen Mittagspause, die Beine nonchalant über dem Abgrund baumelnd. Dieses Bild, bekannt als „Lunch on a Beam“, hat sich fest in das kulturelle Gedächtnis eingebrannt und symbolisiert die kühne Architektur und die menschliche Tapferkeit der Großen Depression.
Christine Roussel, Archivar des Rockefeller Centers, hat in ihrem Buch „Lunch on a Beam“ die Geschichte hinter diesem legendären Foto erforscht. Sie verbindet Kunst, Architektur und Sozialgeschichte, um ein umfassendes Bild dieser Ära zu zeichnen. Roussel beleuchtet nicht nur die technischen Aspekte des Bauens zu dieser Zeit, sondern auch die Lebensumstände der Arbeiter, die mit Mut und Geschick das Gesicht der Stadt formten.
Das Bild wurde während des Baus des Rockefeller Centers aufgenommen, einem der ehrgeizigsten Bauprojekte der 1930er Jahre. Es zeigt die Unerschrockenheit und den Pioniergeist der Arbeiter, die trotz der Gefahren und wirtschaftlichen Unsicherheiten dieser Zeit weiterbauten. Roussel geht in ihrem Buch auch auf die Identität der Männer ein, die auf dem Balken sitzen, und stellt fest, dass viele von ihnen Einwanderer waren, die einen wesentlichen Beitrag zur amerikanischen Baugeschichte geleistet haben.
Roussels Werk bietet nicht nur einen Einblick in die Geschichte eines Fotos, sondern öffnet auch ein Fenster in die Vergangenheit einer Stadt, die ständig im Wandel ist. Mit faszinierenden Details und einer tiefen Wertschätzung für ihre Themen bietet „Lunch on a Beam“ eine neue Perspektive auf ein vertrautes Bild und die Menschen, die es geschaffen haben.





